Revoil

Aus Athenia
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Revoil

Revoil ist eine Stadt, gelegen in einem Tal, durch das der Fluss Evolr fließt. Als sich die ersten Siedler etwa 500 Jahre vor dem Großen Ereignis niederließen, war der Fluss noch unauffällig. Das angrenzende Gebirge Kày beherbergte einen riesigen Gletscher, in dem laut einer Legende die Orensen lebten. Aus unbekannten Gründen waren die Orensen den Menschen gegenüber verärgert und fluteten die Stadt. Die Siedler waren hilflos, doch ein Zimmermann namens Barg machte aus der Not eine Tugend und baute sein Haus höher. Dadurch konnte er wieder normal leben. Viele folgten seinem Beispiel und errichteten ihre Häuser auf dem bestehenden Stadtbau. Die Siedler gründeten neu und bauten eine neue Stadt. Die Orensen nahmen dies zur Kenntnis und waren noch wütender als zuvor. Sie fluteten die Stadt erneut, was große Panik auslöste. Viele verloren ihre Häuser und einige ertranken. Glücklicherweise waren die Häuser aus "Armin"-Holz gebaut, einem extrem stabilen Holz aus den umliegenden Regionen, das die Flut überstand. Die Bewohner begannen erneut, ihre Stadt auf der vorhandenen Stadt zu errichten und schickten Botschafter aus, um mit den Orensen zu verhandeln. Leider beging einer der Botschafter einen schwerwiegenden Fehler: Er verbeugte sich vor dem Hauptmann der Orensen. Die Orensen sahen dies als Beleidigung an, da die Menschen nicht auf Augenhöhe mit ihnen verhandeln wollten, und fluteten die Stadt erneut. Dies war jedoch nicht das letzte Mal. Die Menschen lernten daraus, die Orensen nicht anzugreifen, aus Angst vor Sp'kay, dem Gott, der das Land beschützt. Sie entwickelten Pläne und verstärkten ihre Unterkonstruktionen. Durch diese Maßnahmen konnte Revoil bestehen bleiben und wachsen.

Das Ende der Orensen

Eines Tages wollten die Orensen erneut die Stadt fluten, doch das Wasser ließ aus. Sie versuchten alles vergeblich und mussten feststellen, dass sie ihr Trinkwasser verschwendet hatten. Ohne Wasser konnten sie nicht überleben und verschwanden tief in das Gebirge zurück.

Die dürre von Revoil

Kurz darauf verschwand das Wasser plötzlich vollständig, und ein See bildete sich daneben. Niemand wusste genau, wie dies geschah, doch das Wasser war weg. Der alte "Kupperts", ein exzentrischer Mann, behauptete, einen Reiter gesehen zu haben, der das Wasser in einen Sack voller Goblins und kleiner Schafe transportiert hatte – ob dies der Wahrheit entspricht, bleibt fraglich.

Mit dem Verschwinden des Wassers wurde Revoil sichtbar: eine äußerst komplex aufgebaute Stadt mit hunderten von Ebenen. Kein Haus stand in Reih und Glied; alles war verschoben. Treppen führten zu Dächern als Eingänge oder gingen zehn Ebenen weiter, was zu einem kompletten Durcheinander führte. Zudem war die Größe und Höhe der Stadt schwer zu erfassen. Schnell stellte man fest, dass die Stadt sehr instabil gebaut war. Ein Schlag mit einem Hammer gegen eine Wand verursachte Erschütterungen, die viele Häuser weiter zu spüren waren.


Die Bewohner von Revoil entschieden sich, einen hohen Turm in die Mitte der Stadt zu bauen, um Stabilität und Standfestigkeit zu gewinnen. Dieser Turm, genannt "Arbor", wurde zum Zentrum der Stadt. Von ihm aus führten feste Steinbrücken zu den Hauptstraßen, und weitere Abzweigungen gingen von dort aus.

Auf der Spitze des Turms thronte eine Sternwarte, errichtet von Klesius Bentang, einem alten, aber weisen Forscher. Das Teleskop, das er benutzte, hatte er von den Bolgs erhalten, jenen tentakelartigen Wesen aus den tiefen Gewässern von Athenia. Er verfeinerte und verbesserte es, um die Geheimnisse des Himmels zu erforschen.

Und so wurde "Arbor" nicht nur zum Symbol der Stabilität für Revoil, sondern auch zu einem Ort der Weisheit und des Wissens. Eine Sternwarte, die die Geheimnisse des Universums erforschte, während darunter eine Stadt stand, die aus den Trümmern ihrer Vergangenheit auferstanden war.

Und der alte Kupperts? Nun, ob seine Geschichte von einem Reiter, der das Wasser in einem Sack voller Goblins und Schafen wegtrug, wahr war, wird wohl immer ein Rätsel bleiben. Aber in Revoil, der Stadt der Wunder und des Überlebens, war Platz für solche Geschichten und Legenden.

So lebte Revoil weiter, eine Stadt voller Leben, Chaos und Überlebenskraft. Eine Stadt, die gezeigt hatte, dass selbst in den dunkelsten Zeiten des Chaos und der Zerstörung Hoffnung und Stärke zu finden waren.