Finrand der Entdecker - Tagebuch

Aus Athenia
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Finrand, der Entdecker

Finrand ist ein Entdecker und Wanderer, der durch Athenia und all seine Länder reist. Meist verweilt er nicht lange an einem Ort, arbeitet alles, was ihm angeboten wird, und trifft auf seiner Reise viele verschiedene Kulturen und Völker.

Jahr 13, Sommer, Tag 1411

Ich bin nun weiter Richtung Trifels unterwegs. Der Tag heute war sonnig und warm, und ich konnte einen prächtigen Barsch aus dem Fluss Elvgar fischen. Lange bin ich heute nicht gewandert, sondern habe die Natur genossen. Nun sitze ich am Abend auf einer Lichtung, das Feuer wärmt mich, und mein Zelt ist aufgebaut.

Jahr 13, Sommer, Tag 1412

Ich bemerkte, dass der Weg sich immer höher und höher schlängelte. Die Natur wurde blasser und steiniger. Der sehr gut ausgebaute Steinpfad führte gegen Ende durch eine Schlucht, wo ich zum ersten Mal Trifels erblickte. Aus der Schlucht heraus eröffnete sich ein großes Tal, in dessen Mitte Trifels lag. Hoch über den Köpfen erhob sich das Aramengebirge. Hinter Trifels, am Fels, sah man viele Türme und Mauern, die sich durch das Bergmassiv schlängelten. Besonders beeindruckend war die große Halle von Trifels. In eine Felsspalte geschlagen, ragte die marmorverzierte Halle halb heraus, und man konnte die großen Fenster sehen.

Die Stadt selbst war von dicken Steinen, fast schon Felsen, umgeben – und dann sah ich die zwergische Handwerkskunst. Aus dem Fels herausragend waren große runde Flügel auf Holz- und Steinkonstrukten. Diese drehten sich im Wind, manche schwer und mächtig, andere dagegen fein und filigran. Beeindruckend!

Ich ging also die gut gebaute Steinstraße hinunter, Richtung des großen Stadttores. Vor dem Tor hatten sich viele Händler niedergelassen, und es standen sogar Häuser hier. Eine dicke Brücke führte zum Tor, über dem der steinerne Kopf von Richard Van De Fels prangte, dem Erbauer von Trifels. Das Tor ist heutzutage meistens geöffnet, sodass Leute rein- und rausgehen können, dennoch wird es gut bewacht. Die große Hauptstraße führt nun in die Stadt hinein.

Eine sehr ungewöhnliche Konstruktion von Stein- und Holzhäusern zog sich entlang der Wege. Jeder baute, wie er wollte; manche Häuser waren schief und schräg, aus allen verfügbaren Baumaterialien errichtet. Dazwischen standen einige sehr dicke und imposante Steinhäuser, in denen offenbar die obere Schicht der Gesellschaft lebte.

Auf den Straßen war es sehr voll, in Trifels durfte jeder ohne Genehmigung einen Straßenstand eröffnen, und die Leute nahmen dies sehr gerne an. Es wurde nahezu alles verkauft, doch litt die Qualität darunter.

Das Herz von Trifels war die große Halle. Der Haupstraße folgend, ragte die großen Marmor Türen, auf einer Erhebung über der Stadt. Die große Halle selber war teils offen gelegen, teils in einem Stein Massiv erbaut. Die großen Fenster konnte man schon von weiten sehen. Die großen Türen waren aus Eiche, oben vor dem Eingang war eine Verzierung von einem Zwerg der gegen einen Drachen kämpfte. Dies habe ich bereits gelesen in "Trifels - Städtetrip und Touristenabzocke". Es soll der Erbauer "Richard van de Fels" zeigen, wie er dieses Gebiet damals von einem Drachen befreite. Man ist sich aber Heutzutage einig, dass dies erlogen sei. Ich stand eine weile vor diesen Toren und muss zugeben, dass diese eine sehr große Autorität ausstrahlten, doch waren die Marmor Balken und Säulen fein säuberlich schraffiert. Ich nahm meinen Mut zusammen und trat ein. Die Augen erstmal geschlossen, ging ich ein Meter in die Halle rein und öffnete diese dort.

Der Anblick war Atemberaubend! Auf der rechten Seite waren große bunte Fenster, die alle Hand Geschichten zu erzählten hatten. Die Wände waren weiß, jedoch der Boden aus Gold. Im Boden war ein Mosaik gebaut, dass die Entstehung von Trifels zeigte und den langen Krieg gegen die Orks. Auf der linken Seite war die Stein Seite, dort war das Militärherz der Zwerge Zuhause. Gänge führen ab nach oben und unten, doch alle wurden bewacht und der Zugang war nicht gestattet. Der lange Gang endete in einem Rondell mit einer riesigen Kuppel. Diese hatte ein Loch, wo das Sonnenlicht reinfiehl und von vielen kleinen Spiegeln umgeleitet wurden. Die ganze Kuppel war bei einem Sonnigen Tag von Licht kegeln eingehellt, die verstärkt und auf den Boden des Rondell gezeigt wurden. Dort zu sehen war eine Sonnen Uhr, die den aktuellen Tagesstand angab. Durch die Spiegel und Verstärkung, war die Sonnenuhr auch bei wenigeren Lichteinfall gut zu sehen.

Am Ende des Rondells waren auch verschiedene Eingänge zu sehen: - Die „Auvranga" Bank - Der Eingang zu den Minen - Die Trein Taverne

Die Minen von Trifels sollen laut Geschichten so tief in das Aramengebirge eindringen, dass diese Gegenüberliegen wieder raus kamen. Es sollen unterirdische Wasserfälle und Höhlen größer als diese Halle geben. Aber da die Minen nicht mehr genutzt werden, ist ein Eindringen sehr gefährlich, da keine Instandsetzung arbeiten durchgeführt werden. Die Gänge, die noch nicht eingestürzt sind, sind meistens die gefährlichsten, da diese noch nicht eingestürzt sind.

Die Auvranga Bank ist eine der Hauptbanken in Athenia, die die verschiedenen Ländern und Region mit Geldmittel bedient. Die Zwerge haben hier ein unüberschaubares Reichtum angehäuft, welches noch mehr wächst. Hier in der Halle ist der Hauptsitz der Bank. Ich verabscheue die Bank, weswegen ich nur vor ihren protzigen Türen Stand.

Ein Lichtblick neben der Bank ist die Trein Taverne von Trifels, durch einen kleinen hölzernen Gang führt es zu einer der größten, aber gemütlichsten Tavernen in ganz Athenia. Allein der Eingangsbereich, wird durch ein sehr großes Feuer und vielen kleinen und großen Sesseln verzieht, damit jeder einen Platz bekommt. Die Theke ist weiter hinten, ich Bierfässer so groß wie Häuser gebaut! Das Bier wird hier direkt zubereitet und verkostet. Ganz besonders ist hier das Hauk Fest, welches am längsten Tag im Durchlauf gefeiert wird. Aus allen Ländern kommen Gäste und feiern mehrere Tage lang. Gerne würde ich dies mal miterleben.

Ich ging nun aus dieser Halle raus, immer noch beeindruckt um mir eine bleibe für die nächsten Tage zu suchen. Es war schon gegen späten Nachmittag, trotzdem waren die Straßen voller Leute, Marktschreier und Gaugler. Ein Gaugler hat ein kleinen Tapiffgezähmt, Tiere mit denen man nicht spaßen sollte. Dieser hatte ihn aber im Griff.

Jahr 13, Sommer, Tag 1413

Heute erkundete ich die verwinkelten Gassen von Trifels. Die Stadt war ein Mosaik aus verschiedenen Kulturen und Stilen. Ich traf Händler aus dem fernen Süden, Krieger aus dem Norden und Handwerker aus den östlichen Ländern. In einer kleinen Taverne am Rande der Stadt, dem Eberkopf, kam ich mit einem alten Zwerg ins Gespräch, der mir von den geheimen Tunnelnetzwerken unter Trifels erzählte. Diese Tunnel seien vor Jahrhunderten von seinen Vorfahren gegraben worden und dienten sowohl als Fluchtwege als auch als versteckte Schatzkammern.

Am Abend machte ich mich auf den Weg zu einem der höchsten Punkte der Stadt, einem Aussichtsturm nahe der großen Halle. Von dort aus hatte ich einen atemberaubenden Blick über das Tal und das Aramengebirge im Hintergrund. Die Sonne ging gerade unter und tauchte die Landschaft in ein goldenes Licht. Ein Gefühl der Zufriedenheit durchströmte mich, während ich dort stand und die Schönheit Athenias bewunderte.